"Gleiche Chancen und gesellschaftliche Beteiligung für alle Kinder und Jugendlichen" Köln, 13. - 16. April 2007
Der Aktionsplan der jungen Delegierten vereint die politischen Prioritäten in den Aktionsbereichen der Europäischen Jugendpolitik sowie deren Forderungen an Entscheidungsträger(innen), um gleiche Chancen und gesellschaftliche Beteiligung für alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen. Außerdem dient er als Katalog der Aktivitäten, zu denen sich die Delegierten bei ihrer Arbeit in den Bereichen der Europäischen Jugendpolitik zur Erreichung dieses Zieles selbst verpflichten. Er wurde bei einem Treffen in Brüssel den europäischen Jugendminister(inne)n überreicht (vgl. das Interview mit Dörthe).
1. Jugendbeteiligung durch bessere Jugendinformation
Qualitativ hochwertige Informationen müssen bedarfsgerecht und in zugänglicher Form bereitgestellt werden. Jugendliche müssen sich am Informationsangebot für Jugendliche beteiligen und ebenso über Strategien, wie die nationalen Aktionspläne in diese Prozesse integriert werden.
2. Schulabbrecher(innen) in der EU
Die Zahl der Jugendlichen, die in der EU vor Ende ihrer Sekundarschulausbildung die Schule abbrechen, erreicht bis zu 15%. Ebenso wie wir erkennt die EU dieses Problem und hat sich die Senkung dieses Anteils auf 10% bis zum Jahre 2010 zum Ziel gesetzt.
3. Voll beschäftigt?
Die gesellschaftliche Einbeziehung von Jugendlichen muss in den politischen Entscheidungsprozess der EU einbezogen und als gemeinsame Verantwortung der gesamten EU begriffen werden. Das Hauptziel besteht darin, ein Mindestmaß an sozialer Sicherung und würdiger Entlohnung zu erreichen und gleichzeitig die junge Generation als eine Gruppe zu betrachten, die nützliche und wertvolle Fähigkeiten einbringen kann.
4. Erwerb von Fähigkeiten durch Freiwilligendienste und Arbeit in Jugendinitiativen
Wir erwarten die Förderung vorhandener Strukturen von informellen und außerschulischen Bildungsorganisationen und -möglichkeiten, damit Menschen auf allen Ebenen der Gesellschaft und des Staates deren Wert und Bedeutung anerkennen.
5. Global denken, lokal handeln
Jede Jugendbeteiligung, die diesen Namen verdient, beinhaltet das Verständnis, dass Jugendliche ein bedeutender Teil der Gesellschaft sind und daher eine Möglichkeit haben, auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens ihren Einfluss geltend zu machen und sich hier und jetzt als Initiator(inn)en, Mitwirkende, Entscheidungsträger(innen) und Führungspersönlichkeiten herauszubilden.
6. Freiwilligendienste fördern die aktive Bürgerschaft von Jugendlichen
Freiwilligenarbeit und aktive Bürgerschaft müssen gefördert werden, damit sie von der Gesellschaft anerkannt werden. Daher möchten wir das Jahr 2012 zum Europäischen Jahr der Freiwilligendienste erklären. Institutionen und Unternehmen müssen ermutigt werden, damit sie Jugendliche Freiwilligenarbeit und Freiwilligendienste ausüben lassen.
7. Zusammen können wir etwas bewegen
Jugendliche sind von allen Politikfeldern betroffen. Daher müssen Jugendthemen in alle Politikfelder eingebracht werden. Unser Ziel ist die Befähigung aller Jugendlichen. Daher fordern wir die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre auf allen politischen Ebenen, um die Verantwortlichkeit der Entscheidungsträger(innen) gegenüber der Jugend auf allen Politikfeldern und allen Ebenen zu erhöhen.
Quelle: http://www.youth-event-germany.de/de/ergebnisse/
Auf Englisch: http://www.youth-event-germany.de/en/results/