Durch die Europäische Union wurde eine Gemeinschaft gegründet, die aus Ländern besteht, die auf den ersten Blick viel gemeinsam haben. Sie setzen sich zusammen für Frieden ein, sie fördern und unterstützen die Stärkung der Demokratie in den einzelnen Ländern und sie verfolgen gemeinsame wirtschaftliche Ziele.
Doch so ähnlich sich die Mitgliedstaaten auch sind, gibt es unglaublich viele Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen und den Menschen, die darin leben. Auch zwischen den Lebensstandards in den einzelnen Ländern liegen manchmal Welten. Damit junge Menschen eine ganz andere Welt kennenlernen, fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Deutschland mit dem Projekt „weltwärts“ den Austausch zwischen jungen Menschen.
Die Projekte sind über die ganze Welt verteilt. Auch in Europa sind viele Einsatzstellen vorhanden. Es ist möglich, mit jugendlichen Flüchtlingen aus Afrika in Paris zu arbeiten oder auch in Ungarn in einem Roma-Projekt mitzuwirken. Trotz der Europäischen Union und des modernen Lebens in Europa werden immer noch Menschen auf unserem Kontinent aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Romafamilien leben in Hütten fernab von dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Städte und ihre Kinder dürfen nicht am staatlichen Unterricht teilnehmen. So bleibt ihnen eine Schulbildung verwehrt.
Wir als Jugendliche können ein Jahr unseres Lebens dafür investieren, andere Kulturen und ihre Lebensweisen kennenzulernen. Ein Jahr lang weg von dem vertrauten Zuhause und in einer fremden Umgebung. Dafür werden wir viele Erfahrungen sammeln, die wir zuhause niemals hätten erleben können. So können auch wir als Jugendliche dazu beitragen, dass Europa stärker zusammenwächst, indem wir mit anderen Kulturkreisen unser Leben eine Zeit lang teilen und zuhause davon berichten und es weitererzählen. So lernen wir, einander immer besser zu verstehen und miteinander zu leben.
Lena, Deutschland